Ein Relaunch scheitert selten am Design. Er scheitert an fehlender Struktur, unklaren Botschaften und technischen Lücken rund um SEO und Tracking.
Diese Checkliste hilft dir, einen B2B-Website-Relaunch sauber vorzubereiten – ohne Sichtbarkeit oder Conversion unnötig zu riskieren.
1) Positionierung in einem Satz klären
Wenn ein neuer Besucher nach 5 Sekunden nicht versteht, was du anbietest, hilft auch das beste UI nicht.
Prüffragen:
- Für wen ist das Angebot?
- Welches Ergebnis lieferst du?
- Was unterscheidet dich von Alternativen?
2) Informationsarchitektur vor dem Visual Design
Lege zuerst fest, welche Seiten wirklich nötig sind:
- Startseite
- Leistungsseiten
- ggf. Cases/Portfolio
- Kontaktseite
- Blog/Insights
Eine klare Struktur reduziert Absprünge und verbessert interne Verlinkung.
3) Jede Kernseite auf ein primäres Ziel ausrichten
Typischer Fehler: eine Seite soll alles gleichzeitig leisten.
Besser:
- Pro Seite ein Hauptziel (z. B. Anfrage)
- Entsprechend klarer CTA
- Sekundäre Aktionen deutlich nachgeordnet
4) SEO-Basics vor Go-live absichern
Vor dem Launch sollten mindestens diese Punkte stehen:
- Eindeutiger Seitentitel und Meta Description pro URL
- Eine klare H1 pro Seite
- Sinnvolle H2/H3-Struktur entlang der Suchintention
- Interne Links zwischen thematisch nahen Seiten
robots.txtundsitemap.xmlkorrekt erreichbar
5) Bestehende Rankings über Redirects schützen
Wenn sich URLs ändern, sind Redirects Pflicht.
Mindeststandard:
- Alte URLs inventarisieren
- 301-Mapping auf neue Zielseiten
- Nach Go-live stichprobenartig prüfen
Ohne Redirect-Plan gehen häufig Ranking-Signale und Backlinks verloren.
6) Performance als Launch-Kriterium definieren
Eine langsame Seite kostet Sichtbarkeit und Anfragen.
Achte auf:
- komprimierte Bilder
- schlanke Komponenten
- begrenzte Script-Last
- mobile Nutzbarkeit
7) Tracking und Conversion-Messung früh integrieren
Viele Teams bauen Analytics erst nach dem Launch ein – und verlieren so wichtige Vergleichsdaten.
Vor Go-live definieren:
- Welche Events gelten als Conversion?
- Wo werden Form-Submits gemessen?
- Welche UTM-Parameter sind Standard?
8) Content-Migration mit Qualitätsprüfung
Beim Relaunch nicht blind kopieren, sondern gezielt überarbeiten:
- veraltete Aussagen entfernen
- schwache Seiten zusammenführen
- interne Links aktualisieren
Das erhöht Relevanz und reduziert Thin Content.
9) Go-live mit klarer Rollenverteilung
Lege vorab fest, wer am Launch-Tag wofür verantwortlich ist:
- Technik/Deployment
- SEO-Checks
- Tracking-Validierung
- Stakeholder-Kommunikation
So vermeidest du hektische Entscheidungen unter Zeitdruck.
10) 14-Tage-Post-Launch-Plan
Nach dem Launch beginnt die eigentliche Qualitätsphase:
- Crawl-/Index-Checks
- Ranking- und Traffic-Beobachtung
- Formular- und CTA-Performance prüfen
- Priorisierte Nachbesserungen umsetzen
Fazit
Ein erfolgreicher Website-Relaunch ist kein Design-Event, sondern ein strukturiertes Betriebsprojekt mit klaren Qualitätskriterien. Wenn Positionierung, SEO, Performance und Tracking zusammenpassen, verbessert ein Relaunch nicht nur den Look, sondern auch die Ergebnisse.
Wenn du tiefer in den Prozess einsteigen willst, lies auch: Von Briefing bis Launch: mein Framework für Websites mit klarer Nutzerführung
Mehr zum Leistungsbereich: Webdesign
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